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Es gibt viele Aufgaben

Seit unserem letzten Bericht ist unglaublich viel passiert. Wenn wir auf die vergangenen Wochen zurückblicken, erfüllt uns eine tiefe Dankbarkeit dafür, was Gott hier im Kleinen wie im Großen tut – und dafür, dass ihr durch eure Gebete und eure finanzielle Unterstützung all das mit möglich macht.

Gerne möchte ich (Janina) euch heute auf eine kleine Reise durch meine letzten Erlebnisse mitnehmen:

Hoffnung im Alltag: Club de ninos in Curahuasi
Seit August darf ich den Kidsklub für die 3- bis 6-Jährigen hier in Curahuasi leiten. Man kann sich das vorstellen wie einen Kindergottesdienst unter der Woche. Für die Kleinen ist diese Zeit ein echter Schutz- und Freiraum: Sie haben die Möglichkeit, von Gott zu hören, für eine Weile einfach Kind zu sein und sind in dieser Zeit sicher von den Gefahren der Straße aufgehoben. Ihre strahlenden Augen und ihre Unbeschwertheit zeigen mir jede Woche neu, wie wertvoll dieser Dienst ist.

Janina erzählt eine Geschichte aus der Bibel

Heilung und Neuanfang: „Conferencia de Mujeres“
Der Oktober war voll von besonderen Ereignissen. Anfang des Monats fand ein langes Wochenende statt, an dem 120 lokale Frauen an der Frauenkonferenz unter dem Motto „No mires atrás“ („Schaut nicht zurück“) teilnahmen. Der Kerngedanke, der über den Tagen stand, war: Die Liebe Gottes schenkt uns Leben und einen neuen Anfang.
Ich durfte einen kreativen Workshop gestalten. Die Frauen haben Holzkreuze mit unterschiedlichsten Materialien verziert. Zerbrochene, verrostete Gegenstände symbolisierten die schweren Ereignisse und Narben ihres Lebens. Die schönen, glänzenden Materialien standen dafür, dass Gott unsere Narben heilen kann und wir durch ihn frei werden, wenn wir ihm unser Leben anvertrauen. Es war tief bewegend zu sehen, wie sehr diese Botschaft die Herzen der Frauen berührt hat.

Kreativarbeit während der Frauenkonferenz

Auf Schatzsuche: „Días de Aventuras“
Mitte Oktober wurde es laut und abenteuerlich! Mit dem Team Bienestar, in dem ich an der Schule arbeite, haben wir die „Días de Aventuras“ für rund 100 Schülerinnen und Schüler der 5. und 6. Klassen auf die Beine gestellt. Die Kids wurden zu Seeleuten, legten Tauglichkeitsprüfungen ab und planten mit strategischem Geschick eine Meeresroute, um den großen Schatz zu finden.
Das Beste daran war der geistliche Kern der Aktion: Die Schüler haben spielerisch gelernt, dass nicht weltliche Dinge wie Reichtum, Aussehen oder Besitz zählen, sondern dass das ewige Leben mit Gott der größte Schatz von allen ist.

Ein unvergesslicher Einblick: Hausbesuche in Huanima
Ein ganz besonderes Erlebnis hatte ich an einem meiner freien Tage. Ich durfte zwei peruanische Missionare einer anderen Organisation in das abgelegene Dorf Huanima begleiten – eine dreieinhalbstündige Fahrt mitten in die Berge. Dort leben etwa 80 Menschen; in der Grundschule lernen ganze fünf Kinder, im Kindergarten zwei. Die älteren Kinder müssen für die weiterführende Schule jeden Tag zwei Stunden pro Strecke zu Fuß laufen.

Gemischte Grundschule in Huanima


Einmal im Monat unterrichten die beiden Missionare dort Religion und bieten Bibelstudien für Erwachsene an. Außerdem durfte ich sie bei Hausbesuchen begleiten:

Gastfreundschaft trotz Armut: Die Menschen leben dort ohne Einkaufsmöglichkeiten von dem, was sie selbst anbauen (Kartoffeln, Karotten, Mais). Sie kochen auf offenem Feuer im Haus und essen mit den Händen direkt aus dem Topf am Boden. Obwohl sie so wenig haben, bestanden sie darauf, uns mit dem bisschen Essen zu versorgen, das sie besitzen, und gaben uns sogar die Reste für den Heimweg mit. Das abzulehnen, hätte sie zutiefst verletzt.
Seelsorge & Versöhnung: Bei den Besuchen ging es um ganz praktische Lebensfragen, Familiengeschichten und Streitigkeiten. Wir durften mit den Familien beten und Hoffnung zusprechen.
Gottes Wort zum Hören: Ein Höhepunkt war das Überreichen eines solarbetriebenen „Audio-Testaments“ auf Quechua an eine Frau, die weder lesen noch Spanisch sprechen kann. Jetzt kann sie in ihrer Muttersprache die Gute Nachricht hören!

Dieser Tag in Huanima hat mir unvergessliche Einblicke in die traditionelle Andenkultur geschenkt. Diese Erfahrungen helfen mir enorm dabei, mich auf die traumapädagogische Arbeit vorzubereiten, die ich im neuen Schuljahr ab März 2027 am Colegio Diospi Suyana starten möchte.

Gastfreundschaft trotz Armut

Danke!
Nichts von all dem wäre möglich ohne eure Treue, eure Gebete und eure finanzielle Unterstützung. Ihr seid ein fester Teil dieses Dienstes hier in Peru. Danke, dass ihr an meiner Seite steht und gemeinsam mit uns den Menschen hier Gottes Liebe erfahrbar macht!

Herzliche Grüße und Gottes Segen, Eure Janina